Die neuen Junior Ranger – ein Grund stolz zu sein

Haringsee. Ein kleiner Ort im Marchfeld. Aber er strahlt auf den gesamten Alpenbereich aus. In der dortigen Eulen- und Greifvogelstation werden Bartgeier gezüchtet. Riesige, aber völlig harmlose Greifvögel, die vor allem von Knochen leben. Sie waren in Europa fast schon ausgerottet. Heute fliegen in Haringsee geschlüpfte Vögel wieder über die Bergspitzen Frankreichs, Italiens, Österreichs und der Schweiz.
Mit großen Augen standen 23 angehende Junior Ranger vor den großen Volieren. Jonas durfte sogar hinein, um Federn zu holen. Wie gesagt, harmlose Vögel.

Wie Haringsee, soll auch das Junior Ranger Projekt ausstrahlen. Naturschutz darf nicht in engen Grenzen denken. Und auch nicht an den Grenzen eines Nationalparks aufhören. Kinder aus Anrainergemeinden des Nationalpark Donau-Auen waren wieder eingeladen für eine Woche den Nationalpark kennenzulernen. Zu Fuß im Auwald, mit dem Rad auf dem Schutzdamm und mit dem Schlauchboot auf der Binn: die kleine Welt an der Donau zu sehen, zu hören und zu erleben. Wie Konrad Lorenz, der große Fürsprecher der Donauauen einmal treffend sagte: „Man liebt nur, was man kennt und man schützt nur, was man liebt.“

Nach einer anstrengenden Woche, nach kühlen Nächten im Zelt und Tagen voller Aktivität sind 23 Kinder zu Junior Rangern geworden. Ein Geburtstagsgeschenk für den heuer 20jährigen Nationalpark. Eine positive Perspektive für die Zukunft. Und ein Grund stolz zu sein.

Norbert Ruckenbauer

Hier geht es zu den Fotos

zurück